Selektion & Sorten

Neben der Wahl der richtigen Pfropfkombinationen spielen phytosanitäre Aspekte eine immer größere Rolle in der Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit eines Weinbergs. Auch aus diesem Grund bringen wir uns bereits seit fast 20 Jahren aktiv in die Gesundheitsselektion zahlreicher Ertragsrebsorten ein. Als die Bayerische Landesanstalt im Jahr 1996 die Betreuung der Vermehrungsflächen aufgab, waren wir es, die diese Aufgabe übernahmen, um die Winzer weiterhin mit selektionierten Material zu versorgen. 2015 wurde der Nutzungsvertrag mit der Bayerischen Landesanstalt erneuert und um weitere neue Klone erweitert. Die offizielle Vertragsunterschrift können sie unter Aktuelles und Fachartikel nachlesen.

Aktuell werden folgende Sorten und Klone von uns betreut:

Albalonga Wü 2 Albalonga
Müller-Thurgau WÜ 7-5, Wü 12- 4 Müller-Thurgau
Ortega Wü 5, Wü 30 Ortega
Perle Wü 41 Perle
Rieslaner Wü 7, Wü 8 Rieslaner
Grüner Silvaner Wü 78, Wü 92 Grüner Silvaner
Grüner Silvaner Wü 9929, Wü 0115, Wü 0318 Grüner Silvaner

Zur Zeit sind es ca. 11 ha Vermehrungsanlagen dieser Sorten, die in den Kategorien Basis und zertifiziert in den deutschen Anbaugebieten stehen und jährlich durch unsere Mitglieder selektioniert werden.

Als Winzer können Sie uns aktiv unterstützen, indem Sie Ihre Neuanlage als Vermehrungsfläche anlegen. Welche Voraussetzungen hierfür notwendig sind finden Sie unter Aktuelles und Fachartikel.

Neben der visuellen Bonitur ist die Testung der Vermehrungsbestände auf Virusbefall eine neue große Aufgabe für unsere Erzeugergemeinschaft. Nach der neuen Rebenpflanzgutverordnung sind seit 2006 in allen Vermehrungsbeständen regelmäßig Pflichtuntersuchungen auf Virusbefall vorzunehmen , denn nur Anlagen mit nachweislich negativen Befall dürfen weiterhin als Vermehrungsflächen genutzt werden!

Zusammen mit  der Bayerischen Landesanstalt, dem Bodengesundheitsdienst und dem Weinbauring Franken haben wir hierfür bereits als erstes Bundesland in Deutschland sehr frühzeitig die organisatorischen Voraussetzungen für Probenentnahme und Testung geschaffen.  Die reinen Untersuchungskosten von ca. 500 € bei zertifizierten Anlagen bis ca. 11.000 € für Basisanlagen pro Hektar müssen dabei wirtschaftlich von unseren Mitgliedern verkraftet und über die Lizenzgebühren erwirtschaftet werden. Eine finanzielle und personelle Herausforderung, der sich alle deutschen Züchter stellen müssen und der Grund warum künftig sicherlich wenig gefragte Klone nicht mehr bearbeitet werden.

Neben der Betreuung bereits eingetragener Klone unterstützen wir die Bayerische Landesanstalt  im Aufbau neuer Klone, um der Praxis baldmöglichst Pfropfreben aus diesem Material  anbieten zu können. Die Bevorzugung unser fränkischen Weinbaubetriebe ist hierbei explizit beabsichtigt!


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